Die wichtigste Frage

Bei der Planung sollte nicht zuerst gefragt werden: „Wie viel Strom können wir einspeisen?“ Wichtiger ist: „Wie viel unseres eigenen Strombedarfs können wir mit der PV-Anlage decken?“

Warum Eigenverbrauch wichtiger ist als möglichst viel Einspeisung

Eine Photovoltaikanlage produziert den meisten Strom tagsüber. Wird dieser Strom direkt im Haus genutzt, muss entsprechend weniger Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden. Überschüsse können weiterhin eingespeist werden – die Einspeisung sollte bei einem typischen Wohngebäude aber nicht der alleinige Maßstab für die Planung sein.

Deshalb betrachten wir bei einer PV-Anlage nicht nur die maximale Modulzahl auf dem Dach, sondern das gesamte Energiesystem des Gebäudes. Eine größere Anlage kann sinnvoll sein. Sie sollte aber zum aktuellen und zukünftigen Verbrauch passen und nicht nur deshalb größer ausfallen, weil noch Dachfläche vorhanden ist.

Praxis statt Standardpaket

„10 kWp plus 10-kWh-Speicher“ ist keine Planung. Ohne Verbrauchsprofil, Dach, Wärmepumpe, E-Auto und zukünftigen Bedarf zu kennen, lässt sich nicht seriös beurteilen, welche Kombination wirtschaftlich sinnvoll ist.

Diese Faktoren gehören in eine gute PV-Planung

Für die Auslegung sind mehrere Punkte entscheidend. Je besser diese zusammenpassen, desto höher kann der Anteil des selbst genutzten Solarstroms ausfallen.

Gerade der zukünftige Verbrauch wird häufig unterschätzt. Wer heute noch mit Gas oder Öl heizt und in einigen Jahren eine Wärmepumpe plant, sollte das bereits bei der PV-Auslegung berücksichtigen.

Der Batteriespeicher muss zum Verbrauch passen

Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch deutlich erhöhen, wenn tagsüber erzeugter Solarstrom in die Abend- und Nachtstunden verschoben werden kann. Ein möglichst großer Speicher ist jedoch nicht automatisch die beste Lösung.

Ist der Speicher im Verhältnis zur PV-Anlage und zum tatsächlichen Verbrauch zu groß, wird ein Teil seiner Kapazität im Alltag nur selten genutzt. Deshalb sollten PV-Leistung, Verbrauchsprofil und nutzbare Speicherkapazität gemeinsam betrachtet werden.

Wer bereits eine Anlage besitzt, findet in unserem Ratgeber „Photovoltaik-Speicher nachrüsten“ weitere Hinweise zur technischen und wirtschaftlichen Prüfung.

Photovoltaik, Wärmepumpe und E-Auto gemeinsam planen

Besonders interessant wird die Eigenverbrauchsoptimierung, wenn größere elektrische Verbraucher hinzukommen. Eine Wärmepumpe erhöht den Strombedarf des Gebäudes. Gleichzeitig entsteht damit zusätzliches Potenzial, Solarstrom direkt im eigenen Haus zu nutzen.

Dasselbe gilt für ein Elektroauto. Wenn Ladevorgänge gezielt in Zeiten hoher PV-Produktion gelegt werden, kann ein größerer Teil des selbst erzeugten Stroms im Haushalt bleiben.

Wer eine Wärmepumpe plant, sollte beide Systeme deshalb nicht getrennt betrachten. Auf unserer Seite Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren erklären wir das Zusammenspiel ausführlicher.

Heißt das: Das Dach nicht vollständig belegen?

Nicht zwingend. Eine große PV-Anlage kann wirtschaftlich und technisch sinnvoll sein. Entscheidend ist aber, dass die Dimensionierung bewusst erfolgt. Das Ziel sollte ein gutes Verhältnis aus Investition, Stromerzeugung, Eigenverbrauch, zukünftigem Bedarf und sinnvoller Einspeisung sein.

Eine seriöse Planung beantwortet deshalb nicht nur die Frage, wie viel auf das Dach passt, sondern vor allem, wie die erzeugte Energie im Gebäude genutzt werden soll.

Photovoltaik für Fritzlar und Nordhessen individuell planen

Ingenieurbüro Eder & Partner plant Photovoltaikanlagen für Wohngebäude in Fritzlar, im Schwalm-Eder-Kreis und in Nordhessen. Dabei können Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektromobilität als Gesamtsystem betrachtet werden.

So entsteht keine Anlage von der Stange, sondern eine Lösung, die zu Ihrem Gebäude und zu Ihrem tatsächlichen Energiebedarf passt.

Welche PV-Anlage passt zu Ihrem Haus?

Wir prüfen Dach, Stromverbrauch und geplante Verbraucher und zeigen Ihnen, wie Ihre Photovoltaikanlage auf möglichst hohen Eigenverbrauch ausgelegt werden kann.

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